Sabine Degner 

HundundMensch - Das Team

Wissenswertes


Wussten Sie, dass...


... junge Hunde auch Fremdelphasen durchlaufen? 

Sie finden ca. mit 8 Wochen statt, mit ca. 4 1/2 Monaten und mit ca. 9 Monaten. Eine vierte Fremdelphase zwischen dem 16 und 20 Monaten wird noch diskutiert.

Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr Hund in diesen Altersabschnitten z.B. schreckhafter, ängstlicher und/oder unsicherer im Umgang mit anderen Hunden ist.

...  nicht tragende und tragende Hündinnen hormonell gleichgeschaltet sind?

Das bedeutet, dass nicht tragende Hündinnen auch "schein-"schwanger werden, denn die Trächtigkeit ist - einfach ausgedrückt - ein Teil des Zyklus.


... die Welpenphase mit Einsetzen des ersten Hormonschubs endet?

Der Hund kommt mit ca. 6 Lebensmonaten in die Pubertät. Insofern ist es besonders wichtig, gerade in der Zeit davor, die wichtigsten Trainingselemente, wie z.B. die Grundsignale, schon einmal im Kopf "anzulegen".


... der Zahnwechsel bei Hunden zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat erfolgt?

Daher sollte gerade in dieser Zeit von Zergelspielen abgesehen werden.


... das Gesichtsfeld des Hundes größer ist, als das des Menschen?

Die horizontale Ausdehnung des Hunde-Gesichtsfeldes ist ca. ein Drittel größer, als das des Menschen. Deshalb braucht der Hund seinen Menschen auch nicht direkt anschauen, um ihn wahrzunehmen.

Dafür ist jedoch der Bereich, in dem der Hund dreidimensional sehen kann, nur halb so groß wie der des Menschen.


... der Hund doppelt so gut hören kann als der Mensch?

Der Mensch kann Töne bzw. Schallwellen in einem Frequenzbereich zwischen 20 bis 20.000 Hertz wahrnehmen. Am empfindlichsten ist das menschliche Gehör im Frequenzbereich zwischen 500 und 4.000 Hertz, in dem er am besten hören kann.

Der Hund kann Töne bzw. Schallwellen in einem Frequenzbereich von 15 bis 100.000 Hertz wahrnehmen. Am besten hören kann er bei einer Frequenz von ca. 8.000 Hertz.

Daher ist es eher sinnvoll, in höheren Tonlagen mit unserem Hund zu sprechen.


... ein Brustgeschirr (KEIN Erziehungsgeschirr) einem Halsband auf jeden Fall vorzuziehen ist?

Schäden, teils irreversibel, die durch ein Halsband entstehen können, z.B. beim ständigen an der Leine ziehen oder beim Leinenruck, der leider immer noch von einigen Trainern vermittelt wird:

  • Haut: Haarausfall, Hautirritationen, Quetschungen, Wunden, Schmerzen
  • Halsmuskeln: Quetschungen, Verspannungen, Schmerzen (Verletzungen der Nackenmuskulatur haben Auswirkungen auf den ganzen Bewegungsapparat)
  • Zungenbein: Schluckbeschwerden, Schluckschmerzen
  • Halswirbel und Bandscheiben: Arthrose, Bandscheibenvorfall
  • Rückenmark: Verengung des Spinalkanals und damit Druck bzw. Stöße auf das Rückenmark
  • Nervenbahnen im Hals: Durch Arthrose und Bandscheibenvorfälle können die Nerven beschädigt werden. Schmerzen und Beeinträchtigung der neurologischen Funktionen sind die Folgen.
  • Arterien und Venen im Hals: höherer Blutdruck im Gehirn sowie erhöhter Augeninnendruck durch den Druck des Halsbandes auf die Venen, schlechte Blutversorgung im Gehirn, Glaukom
  • Lymphgefäße und -knoten: Anschwellen der Lymphknoten, Verletzungen oder Risse in den Lymphgefäßen, Beeinträchtigung der Immunabwehr, Schmerzen
  • Luftröhre: Atemnot
  • Kehlkopf: Schluckbeschwerden, Ersticken, Schmerzen
  • Speiseröhre: Schluckbeschwerden, Schmerzen
  • Schilddrüse: mechanische Verletzungen der Schilddrüse können zur Schilddrüsenunterfunktion führen.

Und jeder Hundemensch, der seinen Hund am Halsband führt, sollte sich die Frage stellen, wie er sich selbst im Auto sichert: Mit Halsgurt oder Brustgurt?


... ein Hund nicht viele Möglichkeiten hat, seine Körpertemperatur zu regulieren?

Ein Hund hat nur die Möglichkeit über das Hecheln bzw. über das Schwitzen über die Pfoten.


... die Körpertemperatur zwischen Welpen und ausgewachsenen Hunden unterschiedlich sein kann?

Die normale Körpertemperatur eines Hundes (im Enddarm des Hundes gemessen) liegt in der Regel zwischen 38° und 39°. Die normale Körpertemperatur eines Welpen kann auch bei 39,5° liegen.


... die Atemfrequenz von großen und kleinen Hunden unterschiedlich hoch ist?

Bei großen Hunden liegen die Atemzüge pro Minute in Ruhestellung bei 20 bis max. 30 Atemzügen.

Bei kleinen Hunden und Welpen liegen die Atemzüge pro Minute in Ruhestellung bei 30 bis max. 50 Atemzügen.

Es muss beachtet werden, dass körperliche Belastungen (dazu gehört auch der Schock), Erkrankungen, Vergiftungen, usw. die Atemfrequenz verändern können.


... die Puls- bzw. Herzfrequenz von großen und kleinen Hunden unterschiedlich hoch ist?

Bei großen Hunden liegt die Puls- bzw. Herzfrequenz im Ruhezustand bei 80 bis max. 100 Schlägen pro Minute.

Bei kleinen Hunden und Welpen liegt die Puls- bzw. Herzfrequenz im Ruhezustand bei 100 bis max. 120 Schlägen pro Minute.

Bei Welpen kann die Puls- bzw. Herzfrequenz im Ruhezustand mitunter sogar bei bis zu 220 Schlägen pro Minute liegen.

Es muss beachtet werden, dass körperliche Belastungen (dazu gehört auch der Schock), Erkrankungen, Vergiftungen, usw. die Puls- bzw. Herzfrequenz verändern können.